Sie haben Daten in der Cloud? Mein Beileid. Zugegebenermaßen habe ich zwecks Synchronisation auch ein paar Daten dort, aber nichts was nicht jeder wissen dürfte. Also warum nun das Mitleid?
Mein großer Respekt gilt der China Telecom, die
im April mal eben 15% des Internettraffics angesaugt, ausgewertet und wieder ausgespuckt hat, ohne dass es groß aufgefallen ist. Im Internet vertraut man sich, was aber niemand der großen Mitspieler praktisch davon abhalten kann mit dem Border Gateway Protocol zu spielen und vorzugeben, dass er der schnellste Weg zum Ziel ist. Ich will nicht wissen, dass die Chinesen sich dort an Infrastruktur aufgebaut haben, aber der Lasttest war auf jeden Fall erfolgreich.
Insofern mein Rat, behalten Sie alle wichtigen Daten in Ihrem Netz und unter ihrer Kontrolle. Weiterhin sind zwar die eigenen Mitarbeiter die größten Risikofaktoren für die Datensicherheit, aber dem Netz sollte man wenig Vertrauen entgegenbringen. Da inzwischen auch Hinz und Kunz SSL-Zertifikate ausstellen können die von Browsern klaglos akzeptiert werden, braucht man sich auch nicht mehr dem Irrglauben hinzugeben dass https im Browser für wirkliche Sicherheit steht.
Die Amerikaner machen das übrigens nicht so elegant, dort kopiert man einfach gleich die ganzen Festplatten an der Grenze bzw. behält die Geräte ein ,-) Aber das hat jetzt nichts mehr mit Cloud zu tun…und jetzt bin ich froh, dass ich nicht mit schützenswerten Geheimnissen hantieren muss. Prost!
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