Soziale Intranets, das nächste große Ding nach den Wikis?

16.08.2010

In der Vergangenheit habe ich schon öfters zu Enterprise Wikis geschrieben und dabei festgestellt, dass die Wikis alle noch nicht so richtig erwachsen geworden sind. Oscar Berg hat sich nun vor einem Monat in seinem Blog The Content Economy mit der Studie Knowledge Workers and Knowledge Work von the work foundation beschäftigt, vor allem der Verteilung der Wissenarbeiter in Organisationen:

  1. 30% sind Wissensarbeiter,
  2. 30% sind Mitarbeiter mit einiger und
  3. 40% mit wenig wissensbasierter Arbeit.

Dabei besteht Wissenarbeit z.B. aus dem Lösen von Problemen, Recherchen und kreativer Arbeit, Interaktion und Kommunikation mit Kollegen etc. Somit sind diese Arbeiten weniger vorhersag- und wiederholbar als etwa im industriellen Bereich und die Struktur der Arbeit ergibt sich während der Arbeit. Deshalb ist auch das benötigte Wissen nicht vorhersagbar und der Zugriff auf das Internet wird zum Erfolgsfaktor, denn die Chance die notwendigen Informationen dort zu finden ist sehr hoch. Ich finde des deshalb ist es auch archaisch, Mitarbeitern in Unternehmen nicht standardmäßig einen Internetzugang bereitzustellen.

Eine weitere Folgerung daraus ist, dass traditionelle Intranets den Informationsbedarf von Wissensarbeitern nicht decken können. Wiederum steht man vor dem Problem den Bedarf nicht vorhersagen zu können und weiterhin können Wissenarbeiter die Inhalte im Intranet im Allgemeinen auch nicht pflegen. Deshalb tendiere ich persönlich immer zum Einsatz von Enterprise Wikis, den die wichtigsten Features eines Intranets werden meist durch einen guten Wiki abgedeckt. Damit einher geht auch die Abschaffung der Kontrollinstanzen, die ein Intranet befüllen. Diese sind für Wissenarbeiter lediglich hinderlich.

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Mein Change ist Dein Change, oder nicht? (Comic)

14.08.2010


Wie hat mich Social Media weitergebracht?

13.08.2010

Ich finde es immer wieder spannend Internet-interessierten Leuten zu begegnen, die kaum auf Social Media setzen, denn ich kann mir ein Leben ohne nicht mehr vorstellen. Ein guter Teil meiner jetzigen beruflichen Positionierung habe ich dem Einsatz von Social Media zu verdanken und anlässlich der vor wenigen Tagen gestarteten Blogparade digitales managen von Jan A. Poczynek hier ein aktuelles Resümee.

  1. XING (und LinkedIn)
    Ich habe es nie geschafft die wichtigsten Visitenkarten irgendwie sinnvoll zu nutzen oder eine klassische Kartei meiner Kontakte zu pflegen. Kurioserweise war der Wechsel auf den Mac mit seiner Adressbuch-Applikation der Auslöser wirklich alle Kontakte aufzunehmen, auf Windows hat es irgendwie nie gefunkt. Die Erweiterung in den Social Media-Bereich hat insofern den Durchbruch gebracht, als dass mein Addressbuch grundsätzlich alle XING-Kontakte enthält und diese immer aktuell gepflegt sind. Weiterhin stellt XING eine Anreicherung der Adressbuchdaten dar, über die ich mein Netzwerk strukturiert pflege (wenn ich die Zeit habe). Die Vernetzungsinformationen auf XING sind für mich die wichtigsten Daten dort, ohne sie wären viele Dinge eben nicht passiert. Die Detailinformationen sind wie immer ein guter Wegbereiter für die Erhöhung des Erfolgs bei Erstkontakten. LinkedIn ist nicht wirklich relevant, da ich derzeit keinen Abgleich mit dem Adressbuch nutze und eine doppelte Führung des Netzwerks zu aufwändig ist, lediglich die Nicht-XING-Kontakte sind dort im Netzwerk.
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Neue Blogthemen – ein Amazon-Gutschein wurde gewonnen

12.08.2010

An erster Stelle möchte ich mich ganz herzlichen für die Themenvorschläge für das Blog bedanken und sie kurz kommentieren:

  • Applied Scheduling & Cost control
    Das Thema ist spannend, allerdings sehr speziell, so dass ich im Moment wohl wenig Leser dafür begeistern könnte. Ich werde mir die Site auf jeden Fall ansehen und schauen, was sich daraus ggf. noch ergibt.
  • Multiprojekt- und Portfoliomanagement
    Diese beiden Themenkreise habe ich schon seit längerer Zeit auf dem Radar, bin allerdings angesichts des großen Umfangs bisher nicht eingestiegen. Auch hier handelt es sich um Themen, die sehr wichtig aber nicht mehrheitsfähig sind. Falls sich nach dem Blogumzug ein Themensponsor findet, würde ich diese Äcker ggf. umgraben.
  • Mobiles Projektmanagement
    Dazu kommt auf jeden Fall noch ein Review zu Projektmanagement auf dem iPad, ansonsten habe ich hier persönlich wenig Leidensdruck und damit auch nur begrenzte Erfahrungen. Ich werde es gerne zwischendurch wieder aufgreifen. Für eine kompetente Postingserie müsste ich letztlich diverse Testlizenzen beschaffen, Software installieren und aufwendige Tests durchführen. Das würde den Rahmen des Blogs definitiv sprengen.
  • CAPM
    Die Fragen um den CAPM sind regelmäßig bei mir aufgelaufen, nur gab es bisher noch kein Posting dazu. Mit der kurzfristig produzierten Podcast-Episode Wie komme ich zum CAPM? ist diese Lücke nun geschlossen.

Ich bedanke mich für das tolle Feedback von allen Seiten und glaube, dass Kathi Pade mit der CAPM-Anfrage den derzeit am Besten umsetzbaren Vorschlag geliefert hat. Aufgrund der spontanen Zusage von Oliver Lehmann als Interviewpartner gibt es auch schon die Podcast-Episode dazu.


Business iPad #12 – optimal präsentieren mit dem iPad und iPhone

11.08.2010

Vor kurzem ist wieder eine neue Version von 2screens für iPad und iPhone erschienen und diesmal werden endlich meine Anforderungen erfüllt, auch wenn Apple wieder einmal daneben gegriffen hat.

Mein Ziel ist: Mit dem iPhone eine Präsentation auf dem iPad, angeschlossen an einen Beamer fernzusteuern, basierend auf einer Powerpoint-Präsentation beliebiger Größe. Weiterhin soll mit der gleichen Applikation die Präsentation auch interaktiv auf dem iPad bedienbar sein.

Mit dem letzten Update kann man nun wie folgt eine Powerpoint-Preso abspielen, wenn man einen Mac hat:

  1. Präsentation in Powerpoint im Format 1024×768 als Bilder exportieren in einen neuen Pfad
  2. Diesen Pfad mit der Endung .app ergänzen
  3. Das iPad mit iTunes verbinden, dort im Reiter Apps nach unten scrollen und den umbenannten Pfad auf die Applikation 2screens ziehen
  4. Bluetooth auf iPad und iPhone aktivieren
  5. 2screens auf dem iPad aufrufen und den Pfad auswählen
  6. In den Einstellungen von 2screens die Fernsteuerung aktivieren
  7. Auf dem iPhone die 2screens-Fernsteuerung starten und verbinden
  8. Mit den Hoch- und Runterpfeiltasten auf dem iPhone die Bilder wechseln

Animationen fehlen dabei, allerdings braucht man diese eher selten. Hier ein paar Screenshots:

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PM Podcast Sonderepisode – Wie komme ich zum CAPM?

10.08.2010

Kathi Pade aus Hamburg hat sich gestern mehr Informationen zum CAPM gewünscht. Kurzerhand habe ich Oliver Lehmann in München angerufen und Abends eine Sonderepisode für den Video-Podcast aufgenommen. Darin: Für wen ist die Einsteigerzertifizierung des PMI geeignet und wie bereitet man sich am Besten vor:

Viel Vergnügen und Grüße nach Hamburg vom sonnigen Bodensee. Ich bitte die schlechte Tonqualität zu entschuldigen, Bluetooth-Headsets und Apple sind zwei Sachen die diemsal einfach nicht zusammenpassen wollten.