Erfolgreich überzeugen – 6 Regeln

11.03.2010

Wie man erfolgreich überzeugt muss natürlich in einem überzeugenden Posting beschrieben werden, dies hat Scott Berkun erfolgreich getan. Hier eine kurze Zusammenfassung und die Empfehlung sein Posting unbedingt zu lesen:

  1. Sorgen Sie dafür, dass die Zuhörer sich glücklich, schlau oder auf der richtigen Seite fühlen. Logik oder geistige Unterwerfung funktioniert schlecht da Leute später wieder in ihre alte Meinung verfallen und nachtragend sind hinsichtlich Ihres Überzeugungsversuchs.

  2. Menschen sind unglaublich schlecht darin andere Menschen zu überzeugen. Die Ideen großer Propheten oder Philosophen wurden meist schon in der Folgegeneration ignoriert oder pervertiert. D.h. die meisten Leute werden Sie nicht überzeugen können.

  3. Das Geheimnis des Überzeugens ist die Person, die Sie überzeugen wollen. Große Gruppen zu überzeugen ist schwer und es gibt kein Patentrezept. Einzelne Personen sollten Sie studieren und herausfinden, was sie denken und glauben um Ansatzpunkte für Ihre Ideen zu finden.

  4. Bei mehreren Leuten in einem Meeting identifizieren Sie die einflussreichsten Personen, diese sind Ihre Zielpersonen.

  5. Klassischerweise fokussiert man sich auf den eigenen Vortrag, die eigenen Punkte und die eigenen Folien. Das ist ein Schuss ins Blaue ohne Berücksichtigung der Zuhörer. Vielmehr muss man die Ziele, Werte und die bevorzugte Denkweise (getrieben durch Daten, Geschichten, Prinzipien oder Ziele) der Zuhörer verstehen. Die meisten Leute sind für diese Art Empathie zu faul und landen deshalb auf der Nase.

  6. Ohne dass man von den eigenen Ideen absolut überzeugt ist, kann man niemand überzeugen. Bluffen funktioniert zwar manchmal, widerspricht aber jeder Projektmanager-Ethik.

Das alles ist hinlänglich bekannt, aber Scott hat es einfach wunderbar in seinem Posting zusammengefasst.


9 Regeln zur Perfektionierung von Präsentationen

08.03.2010

Im abschließenden Posting rund um das Präsentationsbuch von Garr Reynolds hier “the-best-of” aus der zweiten Buchhälfte: Regeln erfolgreicher Präsentationen, die man einfach kennen sollte:

  1. Formatfüllende Fotos
    Fotos sollten lieber über den Rand einer Folie hinausstehen um den Eindruck von Größe zu erwecken, kleine Fotos wirken häufig verloren und haben wenig Wirkung.

  2. Auflösung von Fotos
    Die ideale Auflösung von Fotos für Präsentationen liegt zwischen 72 und 100 ppi, höhere Auflösung blähen lediglich die Präsentationsdatei auf.

  3. Keine Cliparts
    Keinesfalls sollte man Standard-Clipart verwenden. Abgesehen davon, dass sie meist hässlich aussieht, wirken eigene Skizzen viel persönlicher.

  4. Videos
    Es lohnt sich Videos in Präsentationen einzubetten um das Tempo zu ändern und den Zuhörer besser einzubinden. Allerdings sollten die Videos unbedingt direkt aus der Präsentation gestartet werden, während der Präsentation an Videoplayern herumzuspielen ist eher peinlich.

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Zuviel ist auch nicht gut… (Foto)

06.03.2010

Letzte Woche hat der Sturm in Port Olona, Frankreich, diese Yacht etwas unsanft abgesetzt.


Farben – einer der wichtigsten Aspekte einer Präsentation

05.03.2010

Farben und deren Harmonie macht einen wesentlichen Teil erfolgreicher Präsentationen aus. In einem kurzen Posting ohne viele Beispiele das Thema auch nur halbwegs zu erfassen ist nicht möglich. Deshalb hier einige wichtige Regeln aus dem neuen Buch von Garr Reynolds, übersetzt für dieses Blogformat.

  • Der Kontrast zwischen Hintergrund und Inhalt sollte hoch zu sein, z.B. Pastelltöne auf dunklem Hintergrund oder intensive Farben auf hellem Hintergrund. In vielen Situationen hatte ich Projektoren, die Farben falsch wiedergegeben haben oder Kontrastprobleme mitbrachten. Aus diesem Grund lieber etwas übertreiben und nicht davon ausgehen, dass alles wie auf dem Bildschirm aussehen wird.

  • Farbharmonie kann in Präsentationen einfach hergestellt werden indem “Varianten der gleichen Farbe” eingesetzt werden. Wer lieber in die Fachbegriffe abtauchen will, dem lege ich das Buch von Garr Reynolds ans Herz, dort gibt es eine gute Einführung.

  • Alternativ kann man Farben verwenden, die im Farbwähler nebeneinander liegen. Eine andere Möglichkeit ist der Einsatz von Komplementärfarben.

  • Grundsätzlich ergänzt werden kann die Farbpalette durch eine besondere Farbe mit der Inhalte ausgezeichnet werden, die herausstechen sollen.

  • Kalte Farben eignen sich eher für Hintergründe, dies gilt auch für Fotos mit eher kalten Farben. Der Grund ist, dass warme Farben vom Auge automatisch in den Vordergrund gerückt werden.

Einen schönen Hinweis fand ich die Möglichkeit, die Farbpalette aus einem Foto zu generieren. Entweder sucht man sich die Farben selbst zusammen oder verwendet beispielsweise Kuler von Adobe:

Kuler bietet zehntausende von guten Farbpaletten und faszinierende Tools um eigene Paletten zu erzeugen. Und damit genug zum Thema Farben für heute. Nächste Woche geht es mit Präsentationsdesign weiter.

Das Foto des Blattes stammt von Sarah Klockars-Clauser.


Warum ignorieren Sie Typographie in Präsentationen? Die wichtigsten Regeln!

04.03.2010

Die meisten Computernutzer kennen sich so gut wie nicht mit Typographie aus und die meisten Bücher sind heute eher kostengünstig produziert denn Musterbeispiele dafür, wie gute Bücher aussehen sollten. Haben Sie die Schriftart in Ihrem Präsentationsprogramm bewusst gewählt? Nicht? Dann wird es Zeit, denn Schriften sagen viel über Sie und Texte, mit denen sie gesetzt sind aus.

Nachdem ich mich gerade als Fan des presentationzen-Blogs von Garr Reynolds und seinem neuen Buch geoutet habe hier einige Schriftarten, die er für Präsentationen empfiehlt:

  • Baskerville – kultiviert, gediegen und und bewundernswert einfach
  • Bodoni – elegant, subjektiv, klassisch und zugleich modern
  • Caslon – gediegen, formell, kräftig aber anmutig
  • Franklin Gothic – klassische serifenlose Schrift
  • Frutiger – kräftig, lesbar, einfach, glatt
  • Futura – elgante serifenlose Schrift
  • Garamond – klassisch elegant, erwachsen
  • Gill Sans – serifenlose Schrift mit ausgeprägter, warmer und freundlicher Persönlichkeit, meine Firmenschriftart und wenn Sie einen guten Browser haben auch die Schriftart dieses Blogs
  • Helvetica – neutral ohne langweilig zu sein, einfach, zeitgemäß
  • Optima – glatt, edel, beruhigend, elegant, aus meiner Sicht allerdings teilweise zu geringe Strichstärke für Präsentationen
  • Rockwell – eigen, fett, selbstsicher

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OGC reloaded: neue Versionen von MSP, ITIL und P3M3

03.03.2010

Das Office of Government Commerce (OGC) in England ist vor allem für PRINCE2 und ITIL bekannt. Einige weitere Standards wurden oder werden gerade überarbeitet wie das Blog How to manage a Camel berichtet:

  • MSP – Managing Successful Programmes
    Das Mandate for change beschreibt die Details der neuen Version, die 2010 erscheinen soll.

  • ITIL – IT Infrastructure Library
    Dies ist zwar kein PM-Standard, dafür aber umso wichtiger im Bereich IT Services etc. Die neue Version 3 ist schon seit einiger Zeit erhältlich, die Version 2 wird in diesem Jahr zurückgezogen.

  • P3M3 – Portfolio, Programme and Project Management Maturity Model
    Die neue Version ist im letzten Monat erschienen und hier erhältlich. Im Gegensatz zur Version aus 2008 kann man jetzt deutlich mehr Material sowie ein Self Assessment herunterladen.

    Und wie immer können Sie unter pm-standards die Übersicht über die gängigen PM-Standards und Zeritifzierungen abrufen und Links direkt zum Download der relevanten Dokumente.